Nutzhanf

Wissenswertes zu Nutzhanf

Die Pflanze Hanf (Cannabis) zählt zu den höchstentwickelten Pflanzenfamilien der Erde.

Hanf gehört zur Pflanzenfamilie der Cannabaceae, die außer Hanf auch noch Hopfen umfasst. Hanf ist wie der Hopfen eine zweihäusige Pflanze, d. h. er hat männliche oder weibliche Fortpflanzungsorgane. Es gibt es auch zweigeschlechtliche Pflanzenstöcke, sogenannte Zwitter. Die Pflanze ist einjährig, ihre Wurzeln können bis zu 2 m tief in den Boden ragen. Sie nützt die Sonne effizienter als jede andere Pflanzenart und kann in ihrer kurzen einjähringen Wachstumszeit eine Höhe von 1,5 m bis 7 m erreichen.

Faserhanf  auch Nutzhanf genannt, trägt den lateinischen Namen Cannabis sativa: Diese Hanfart hat eine Wachstumsdauer von einem Jahr, sie kann bis zu 7 m hoch werden. Cannabis sativa besitzt eine ausgeprägte Faserbildung, jedoch nur eine geringe Quantität an Harz. Der Name „sativa“ steht für „nützlich“, also „nützlicher Hanf“.

 

Nutzhanf - cannabis_sativa

Was man über Nutzhanf wissen sollte:

Hanf (Cannabis sativa) ist so vielfältig nutzbar wie kaum eine andere Pflanze. Er liefert Kleidung, Nahrung, Öl, Energie, Papier und Baustoffe. Die Hanfpflanze benötigt keine Pflanzenschutzmittel, erbringt trotzdem 3 x soviel Fasern wie ein Baumwollfeld und sogar 4 x soviel Papier wie Wald.

Hanf läßt sich in unserem Klima problemlos anbauen und ist hier auch seit Jahrhunderten heimisch. Die Pflanze wächst in 100 Tagen bis zu 4 m hoch und trägt zudem zur Verbesserung des Bodens bei. Sie ist ideal für die Fruchtfolge und verlangt keine Monokulturen.

Hanf liefert die haltbarsten Naturfasern überhaupt, sie sind extrem reißfest. Weder beim Anbau noch bei der Ernte und Verarbeitung werden schädliche Chemikalien eingesetzt, Hanf-Textilien kommen somit giftfrei auf die Haut.

Hanf lässt sich mit weniger Chemie- und Energieaufwand zu besserem Papier verarbeiten als Holz. Papier aus Hanf kann wegen der besonderen Faser-Qualität mehr als doppelt so oft recycelt werden wie Papier, das aus Holz hergestellt wird.

Hanf liefert neben Fasern für Textilien, Baustoffe und Papier eines der wertvollsten Öl überhaupt. Die Hanfsamen, aus denen es gepresst wird, waren in vielen Weltgegenden immer schon ein Grundnahrungsmittel für Mensch und Tier. Sie enthalten über 20 % Proteine und essenzielle Fettsäuren.

Hanf hat unter allen zum Verzehr genutzten Ölen die optimale Kombination an ungesättigten Fettsäuren. Aufgrund des Gehalts an therapeutisch wertvoller Gamma-Linolen-Säure (gegen Neurodermitis und andere Hautkrankheiten) hat Hanföl als Speiseöl oder für Kosmetika eine einzigartige Wirkung.

Hanf zählt nicht zum Hauptweltgetreide, deshalb ist es auch vor genetischen Veränderungen verschont geblieben.

Hanf war auf der ganzen Welt über Jahrhunderte hinweg einer der wichtigsten Rohstoffe der Menschheit und lieferte beste und auch preiswerteste Produkte. Es gibt keine Pflanze, die das Sonnenlicht schneller und nutzbringender umsetzt.

 

Kopfzeile